Aus Freude am Bauen

Eine der führenden Fricktaler Unternehmungen im wellenartigen Fahrwasser des Baugewerbes.

Kurz vor der Ausfahrt von Wallbach auf die Kantonsstrasse Richtung Rheinfeldenist unmittelbar vor der Bahnlinie ein grosses Betonwerk mit den Zementsilos nicht zu übersehen. Ein intensiver Verkehr auf dem Werksgelände bis hin in die angrenzenden Kiesgruben zeugt von einem aktiven, gesunden Unternehmen.

WALLBACH. «Aus Freude am Bauen» heisst der Schriftzug, der sich überall bei der Obrist Bauunternehmung AG findet. Das signalisiert den Kunden nicht nur, dass in dieser Unternehmung mit Freude jede Herausforderung im Hoch- und Tiefbau angenommen wird, sondern auch, dass sich diese Freude in termingenauer und qualitativ einwandfreier Arbeit widerspiegelt.

Firma begann als Ein-Mann-Betrieb
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts macht sich Xaver Obrist als «Maurer am Rhein» in Wallbach selbständig. In der zweiten Generation führt Gustav Obrist das Geschäft und nach dem Krieg entwickelte Kurt Obrist in der dritten Generation die Unternehmung weiter und expandiert stark. Nach seinem Tod Mitte der siebziger Jahre übernahm seine Frau Selma Obrist die Geschäftsführung der Unternehmung. Im Jahr 1982 als Geschäftsführer bei 45 Mitarbeitern eingestiegen, kauft Rudolf Richiger nach sieben Jahren die Firma. Zum 1. Januar 1989 entsteht so die Obrist Bauunternehmung AG, die zusammen mit der Obrist Beton AG und der Obrist Baugeräte AG zur Obrist-Gruppe gehört.

Kern kommt zur Obrist-Gruppe
Zum 1. August 2006 übernimmt die Obrist Bauunternehmung AG als weitere Firmentochter die Bauaktivitäten der Familienunternehmung Heinrich Kern AG aus Untersiggenthal, das seit 60 Jahren in der Region Baden-Brugg in den Bereichen Hochbau, Tiefbau, Umbau und Sanierungen erfolgreich tätig ist. Das Personal wird nicht nur bernommen,sondern dem Bauboom der vergangenen Jahre entsprechend das Gesamtunternehmen weiter aufgestockt. Heute deckt die Obrist Bauunternehmung AG und die Kern AG mit rund 150 Mitarbeitenden das Einzugsgebiet entlang der A3 zwischen Basel und Zürich ab. «Vier gute Jahre mit hohem Auftragsvolumen liegen hinter uns, ein Jahresumsatz von rund 40 Millionen Franken wird derzeit erwirtschaftet », so Rudolf Richiger, «und auch 2008 ist bereits sehr gut angelaufen». So werde im Fricktal in neue Industriegebäude genauso investiert wie vor allem in Zentrumsgemeinden wie Möhlin, Rheinfelden, Stein und Frick in Wohnungsansiedlungen, um Zuzügler anzuziehen. Richiger: «Die Politik ist ebenfalls sehr investitionsfreundlich und fördert Privat- wie auch Gewerbeansiedlungen über unbürokratische Bewilligungen.»

Leichter Abwärtstrend, aber kein Absturz
Derzeit noch von den Erfolgswellen getragen, räumt Rudolf Richiger ein, dass es für das Baugewerbe in der Zukunft auch wieder abwärts gehen wird. Richiger:«Wir beobachten sehr genau das Wirtschaftswachstum der USA, beginnt dort eine Rezession, reagiert unsere Exportindustrie und schraubt automatisch ihr Investitionsvolumen im Inland zurück.» Auch im Wohnungsbau rechne er mit abnehmenden Aufträgen.

Regionales Unternehmen
Da das Fricktal allein nicht ausreicht, um die Kapazitäten des Bauunternehmens auszulasten, werden die Mitarbeiter gerade bei nachlassender Konjunktur weitere Transport- und Arbeitswege in Kauf nehmen müssen. Darin sieht Rudolf Richiger kein Problem, denn die Mitarbeiter hätten eine so professionelle Einstellung, dass auch sie sich den Gegebenheiten des Marktes anpassen. Richiger:«Wir haben bisher noch nie Personalabbau betrieben, was natürlich auch Flexibilität von den Mitarbeitern fordert».

In Wallbach ist der Sitz der Obrist Unternehmungen;im Fricktal ist man daheim. Somit sind es auch weitgehend Mitarbeiter aus der Region, die ihrem Unternehmen bis zu 40 Jahre die Treue halten. Da während der guten Baukonjunktur lokale Fachleute fehlten, zählen auch Grenzgänger und ostdeutsche Mitarbeiter zum heutigen Stammpersonal. So bringt diese Kontinuität, die einher läuft mit interner und externer Aus- und Weiterbildung, letztlich die Qualität, die notwendig ist, um heute auf einem härter werdenden Preiskampf auf dem Bausektor bestehen zu können. Richiger: «Die Verkaufspreise sind seit zehn Jahren weitgehend gleich, die Material- und Lohnkosten haben jedoch im gleichen Zeitraum um rund 35 Prozent zugelegt. Das muss durch immer weiter verbesserte Produktivität aufgefangen werden.»

Obrist Beton AG und Baugeräte AG
Derzeit werden in der Obrist Beton AG sieben eigene Betonfahrmischer eingesetzt. Neben den Baustellen der Obrist Bauunternehmungen beziehen auch Fremdkunden einen wesentlichen Anteil der Produktion des Werkes. Der Kies der eigenen Kiesgrube wird nur noch als Wandkies zum Eigenverbrauch genutzt. Durch die räumliche Nähe zum Kieswerk Holcim konnte jedoch eine umweltfreundliche Lösung gefunden werden, denn der Mischturm bekommt über ein  Förderband den Kies direkt ab Aufbereitung zugeführt.

Ein Generalvertreter verkauft für die Obrist Baugeräte AG jährlich allein rund 400 bis 450 Vögtli-Betonkübel und 50 bis 60 Bautreppen. Mit einem vom früheren Mitarbeiter Eduard Vögtli eigens entwickelten und inzwischen patentierten Kombi-Kransilo können Decken wie auch Wände zügig betoniert werden. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Vögtli Kombi-Kübel zum eigentlichen Marktleader. Eine ebenfalls von dem Mechaniker entwickelte und inzwischen zum Patent angemeldete Bautreppe trägt erheblich zu einer grösseren Sicherheit auf Baustellen bei. In vielen flexiblen Variationen als durchdachte Konstruktion einsetzbar, hat sie ein integriertes Schutzgeländer und ist vom horizontalen Übergang bis hin zur steilen Stufenleiter einsetzbar.

Aus Freude am Bauen
Dank ausgewiesener Fachkompetenz und Erfahrung in Baufragen sind die Mitarbeiter der Obrist Bauunternehmung AG in der Lage, die Kunden fundiert zu beraten und wirtschaftliche Lösungen in exakt der geforderten Qualität zu realisieren. Die langjährigen Mitarbeiter bilden mit neuen Kräften auf den Baustellen motivierte Teams, für die neben termingenauer und qualitativ einwandfreier Arbeit die Kundenzufriedenheit an erster Stelle steht. Das Gefühl, ein gut geführtes  Familienunternehmen hinter sich zu wissen, fördert die Arbeitsfreude und damit auch den Erfolg der gesamten Obrist Gruppe.




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