Eine der führenden Fricktaler Unternehmungen im wellenartigen Fahrwasser des Baugewerbes. Kurz vor der Ausfahrt von Wallbach auf die Kantonsstrasse Richtung Rheinfeldenist unmittelbar vor der Bahnlinie ein grosses Betonwerk mit den Zementsilos nicht zu übersehen. Ein intensiver Verkehr auf dem Werksgelände bis hin in die angrenzenden Kiesgruben zeugt von einem aktiven, gesunden Unternehmen. WALLBACH.
Firma begann als Ein-Mann-Betrieb
Kern kommt zur Obrist-Gruppe
Zum 1. August 2006 übernimmt die Obrist Bauunternehmung AG als weitere Firmentochter die Bauaktivitäten der Familienunternehmung Heinrich Kern AG aus Untersiggenthal, das seit 60 Jahren in der Region Baden-Brugg in den Bereichen Hochbau, Tiefbau, Umbau und Sanierungen erfolgreich tätig ist. Das Personal wird nicht nur bernommen,sondern dem Bauboom der vergangenen Jahre entsprechend das Gesamtunternehmen weiter aufgestockt. Heute deckt die Obrist Bauunternehmung AG und die Kern AG mit rund 150 Mitarbeitenden das Einzugsgebiet entlang der A3 zwischen Basel und Zürich ab. «Vier gute Jahre mit hohem Auftragsvolumen liegen hinter uns, ein Jahresumsatz von rund 40 Millionen Franken wird derzeit erwirtschaftet », so Rudolf Richiger, «und auch 2008 ist bereits sehr gut angelaufen». So werde im Fricktal in neue Industriegebäude genauso investiert wie vor allem in Zentrumsgemeinden wie Möhlin, Rheinfelden, Stein und Frick in Wohnungsansiedlungen, um Zuzügler anzuziehen. Richiger: «Die Politik ist ebenfalls sehr investitionsfreundlich und fördert Privat- wie auch Gewerbeansiedlungen über unbürokratische Bewilligungen.»
Leichter Abwärtstrend, aber kein Absturz
Derzeit noch von den Erfolgswellen getragen, räumt Rudolf Richiger ein, dass es für das Baugewerbe in der Zukunft auch wieder abwärts gehen wird. Richiger:«Wir beobachten sehr genau das Wirtschaftswachstum der USA, beginnt dort eine Rezession, reagiert unsere Exportindustrie und schraubt automatisch ihr Investitionsvolumen im Inland zurück.» Auch im Wohnungsbau rechne er mit abnehmenden Aufträgen.
Regionales Unternehmen
In Wallbach ist der Sitz der Obrist Unternehmungen;im Fricktal ist man daheim. Somit sind es auch weitgehend Mitarbeiter aus der Region, die ihrem Unternehmen bis zu 40 Jahre die Treue halten. Da während der guten Baukonjunktur lokale Fachleute fehlten, zählen auch Grenzgänger und ostdeutsche Mitarbeiter zum heutigen Stammpersonal. So bringt diese Kontinuität, die einher läuft mit interner und externer Aus- und Weiterbildung, letztlich die Qualität, die notwendig ist, um heute auf einem härter werdenden Preiskampf auf dem Bausektor bestehen zu können. Richiger: «Die Verkaufspreise sind seit zehn Jahren weitgehend gleich, die Material- und Lohnkosten haben jedoch im gleichen Zeitraum um rund 35 Prozent zugelegt. Das muss durch immer weiter verbesserte Produktivität aufgefangen werden.»
Obrist Beton AG und Baugeräte AG
Ein Generalvertreter verkauft für die Obrist Baugeräte AG jährlich allein rund 400 bis 450 Vögtli-Betonkübel und 50 bis 60 Bautreppen. Mit einem vom früheren Mitarbeiter Eduard Vögtli eigens entwickelten und inzwischen patentierten Kombi-Kransilo können Decken wie auch Wände zügig betoniert werden. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Vögtli Kombi-Kübel zum eigentlichen Marktleader. Eine ebenfalls von dem Mechaniker entwickelte und inzwischen zum Patent angemeldete Bautreppe trägt erheblich zu einer grösseren Sicherheit auf Baustellen bei. In vielen flexiblen Variationen als durchdachte Konstruktion einsetzbar, hat sie ein integriertes Schutzgeländer und ist vom horizontalen Übergang bis hin zur steilen Stufenleiter einsetzbar.
Aus Freude am Bauen
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